Die gezielte Anwendung von Massagen zur Heilung hat ihren
Ursprung sehr wahrscheinlich im Osten Afrikas und in Asien
(Ägypten, China, Persien). Die ersten Erwähnungen finden sich
beim Chinesen Huàng Di, der bereits 2600 v. Chr.
Massagehandgriffe und gymnastische Übungen beschreibt. In
Verbindung mit ätherischen Ölen und Kräutern gibt es auch
frühe Nachweise in der indischen Gesundheitslehre und
Heilkunst, dem Ayurveda. Über den griechischen Arzt
Hippokrates (460-375 v. Chr.) und seine medizinische Schule
gelangt die Massage letztendlich nach Europa. Hier spielt sie
später eine essentielle Rolle bei der Rehabilitation der
Gladiatoren im Römischen Reich. Hippokrates erkundet und
vertieft die Geheimnisse der Massage und schreibt seine
Erkenntnisse und Empfehlungen zur Anwendung nieder. Der
zweite bedeutende Arzt der Antike, der Grieche Galenos (129-
199), nimmt sich ebenfalls der manuellen Therapie an und
schreibt unzählige Abhandlungen über die von ihm
entworfenen Massageformen und bei welchen Erkrankungen diese anzuwenden seien. Trotz seines
Einflusses, der bis weit in das Mittelalter reicht, verliert die Gesellschaft Europas in späteren Zeiten
das Interesse an Massagen und anderen Präventions- und Therapiemaßnahmen.